rotpoetin.de

     

Kinderträume

Komm, ich schenk dir eine Nuss.
Krieg ich dafür einen Kuss?
Komm, ich möchte mit dir tanzen.
Schmeiss doch weg, den schweren Ranzen.
Lass uns fröhlich sein und Lachen.
Tausend schöne Dinge machen.
Lustig spielen, fröhlich singen.
Dieser Tag, er soll gelingen.
Komm wir klettern auf den Baum.
Ich erzähl dir meinen Traum:


Ich war ein Schmetterling mit bunten Farben,
getüpfelt rot, die dich umwarben.
Du warst der Admiral, gar prächtig anzuseh'n,
und sprachst zu mir: "Komm, lass uns geh'n."
In ein Traumland, mit dem, was wir brauchen,
wo nicht tausend Schornsteine rauchen.
Wo Du nicht ständig husten musst,
dort macht das Leben noch richtig Lust.
Da können die Fühler noch sensibel sein,
und auch das rechte und linke Bein,
und das hintere und vordere ebenfalls,
sind nicht Opfer des totalen Verfalls.
Und wir flogen und flogen davon ganz schnell 
und das Leben wurde wunderschön hell,
ohne Rauch und Gift und Gestank.
Gott sei dank.
Es blühten Blumen in allen Farben,
und langsam heilten alle Narben,
die die Welt uns Bunten beibrachte.
Die Welt lachte.


Ach, war das schön
doch ich lag auf dem Bauch
als der Wecker klingelte um sieben,
wie es an Schultagen der Brauch,
leider war die Welt so geblieben,
wie gestern abend, als ich schlafen ging,
bitte mein Freund, bitte sing
mir ein Lied von tausend Träumen,
ich will kein einziges versäumen.


E-Mail
Infos